Schiedsgerichtsverfahren

Bei einem Schiedsgerichtsverfahren trifft ein vorher durch die Parteien festgelegtes Schiedsgericht

als einzige Instanz eine endgültige und vollstreckbare Entscheidung. In den meisten Fällen kann das

Verfahren den Interessen der Parteien schneller und kostengünstiger gerecht werden und nebenbei

zur Entlastung der Justiz beitragen.

 

Eine Schiedsgerichtsbarkeit bedeutet die endgültige Beilegung von Meinungsverschiedenheiten

und Streitigkeiten unter Ausschluss der ordentlichen Gerichte. Sie ist anerkannte Rechtsprechung

und steht gleichberechtigt neben der staatlichen Gerichtsbarkeit. Vorteile gegenüber dem Gerichts-

verfahren ergeben sich dadurch, dass die frei gewählten Schiedsrichter entsprechende Sachkunde

mitbringen sowie das Vertrauen beider Parteien genießen. Das Verfahren findet unter Ausschluss

der Öffentlichkeit statt und ist wesentlich flexibler als ein normales Gerichtsverfahren. Da die Vielzahl

der Instanzen wegfällt, ist es kostengünstiger und kann schneller abgewickelt werden. Zu beachten ist,

dass eine einmal festgelegte Schiedsgerichtsvereinbarung bindend ist und nur gemeinsam rückgängig

gemacht werden kann.

 

Im Allgemeinen sieht die Schiedsgerichtsordnung eine Besetzung des Schiedsgerichts mit drei Personen

vor, soweit die Parteien nichts anderes bestimmen. Jede Partei benennt einen Schiedsrichter. Beide

Schiedsrichter wählen sodann einen Vorsitzenden oder Obmann des Schiedsgerichts. Die Parteien

können aber auch eine Entscheidung durch einen Einzelschiedsrichter vereinbaren.

 

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©Torsten Bruns

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